1920_Wasserwacht_Eisrettung.jpg Foto: WW SZB-Grünhain
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Die Einsatzbereiche der Wasserwacht

Leiter Wasserwacht

Thomas Reißmann

Wasserwacht Schwarzenberg-Grünhain
Neue Grünhainer Straße 3d
08315 Lauter-Bernsbach

Telefon: 03774 62053
E-Mail: wwschwarzenberg @arcor.de

Ursprünglich gegründet, um Menschen vor dem Tod durch Ertrinken zu retten, ist das Aufgabengebiet der DRK-Wasserwacht heute erheblich vielfältiger. In erster Linie widmet sie sich dem Wasserrettungsdienst, ist jedoch auch im Hochwasserschutz aktiv und kooperiert mit verschiedenen DRK-Einsatzdiensten.

  • Wasserrettungsdienst

    Die Rettungsschwimmer der Wasserwachten sichern Freibäder und natürliche Gewässer der Region ab, um ein sicheres Badevergnügen zu gewährleisten.

    Jährlich werden durch unsere Ehrenamtlichen hunderte Wachstunden in den Freibädern Raschau und Markersbach, im Naturbad Grünhain sowie am Filzteich geleistet. Hinzu kommt die Absicherung wassersportlicher Veranstaltungen.

  • Kooperation mit anderen Einsatzdiensten

    Nahezu 80 Prozent aller Katastrophen haben ihren Ursprung in Starkregen und Unwetter. Die Wasserwacht ist Teil des komplexen Hilfeleistungssystems des Deutschen Roten Kreuzes und arbeitet mit allen Einsatzdiensten im DRK eng zusammen.

    Sie hält für Hochwasserkatastrophen Wasserrettungszüge bereit, die mit Behörden und anderen Hilfs- und Wasserrettungs-Organisationen der jeweiligen Bundesländer eng zusammenarbeiten. Doch auch bei anderen Großschadensereignissen wird die Wasserwacht gerufen. Zu ihren Einsatzkräften zählen ausgebildete Wasserretter, Rettungstaucher sowie Teams mit speziellen Motorrettungsbooten. Sie kommen sowohl regional, überregional als auch länderübergreifend zum Einsatz und entsenden Fachberater für Hochwasser in die einzelnen Stäbe und Führungsgremien. Dem Engagement unserer Ehrenamtlichen ist es zu verdanken, dass immer weniger Menschen zu Schaden kommen. Helfen Sie doch mit! Sorgen Sie mit uns für Sicherheit an und in unseren Gewässern.

  • Mitwirkung im Katastrophenschutz

    Die Einsatzkräfte der Wasserwacht unterstützen die Kreisbereitschaft des DRK bei der Erfüllung von Aufgaben des Katastrophenschutzes. Unsere ausgebildeten Ersthelfer, Sanitäter, Rettungssanitäter und Gruppenführer sind bei Absicherungen sowie Einsätzen der Schnelleinsatzgruppe und des Katastrophenschutzzuges mit vor Ort.

    Durch viele Stunden der Aus- und Fortbildung haben die Einsatzkräfte wertvolles theoretisches und praktisches Wissen erworben, das sie im Einsatzfall anwenden können. Es ist also nicht ungewöhnlich, wenn die Mitglieder der Wasserwacht bei einer medizinischen Absicherung im Stadion des FCE Aue stehen, sich bei Bergwachtübungen von Felsen abseilen, den „Tag der Sachsen“ absichern oder zur medizinischen und psychosozialen Unterstützung bei Wohnungsbränden eilen. Darüber hinaus kamen unsere Ehrenamtlichen bei den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013 zum Einsatz.

  • Fließwasserrettung

    Ein Notfall in einem Fluss oder Kanal bringt für die Retter besondere Gefahren mit sich. Starke Strömung macht es in der Regel auch für sehr gute Schwimmer unmöglich, gegen die Kraft des Wassers anzukommen. Befindet sich eine hilfebedürftige Person in einem fließenden Gewässer, müssen speziell geschulte und ausgerüstete Rettungskräfte zum Einsatz kommen.

    Die Wasserwacht Schwarzenberg-Grünhain hat 11 ausgebildete Fließwasserretter, darunter zwei Gruppenführer. Somit stehen die personellen Kapazitäten für einen Fließwasserrettungstrupp in der geforderten Doppelbesetzung zur Verfügung. Diese Einsatzkräfte sind für die Erfordernisse eines Einsatzes im Fließgewässer ausgerüstet und haben eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen. Sie verfügen über spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten, zum Beispiel im Bereich Strömungskunde, Seiltechnik, Bau von Seilfähren, Fremd- und Eigensicherung. Sie beherrschen verschiedene Techniken der uferbasierten, bootsbasierten und wasserbasierten Rettung und können Sucheinsätze im Fließwasserbereich durchführen.

    Die Ausrüstung eines Fließwasser-Retters als PDF zum Download

  • Eisrettung

    Wenn ein Mensch ins Eis einbricht, ist er in höchster Lebensgefahr. Sofern er sich nicht selbst aus seiner Notlage befreien kann, braucht er Hilfe von außen.

    Durch entsprechend geschultes Personal und geeignetes Material kann die Wasserwacht Schwarzenberg-Grünhain bei Eisunfällen Hilfe leisten. Die Helfer begeben sich in Schutzkleidung und mit Leinensicherung auf die Eisfläche und können mit Hilfe eines Eisrettungsfloßes oder anderer Rettungsmittel den Verunfallten aus der Einbruchsstelle ziehen. Damit eine solche Hilfeleistung gar nicht erst notwendig wird, ist es wichtig, die Hinweise der Wasserwacht zum Verhalten an und auf winterlichen Gewässern zu beachten.

    Die Eisregeln als PDF zum Download

  • Hochwasserschutz

    Fachberater Hochwasserschutz
    Die Wasserwacht Schwarzenberg-Grünhain hat mit Thomas Reißmann einen von insgesamt fünf Fachberatern für Hochwasserschutz in Sachsen. Im Rahmen der mehrtägigen Ausbildung an der Bundeswehruniversität Neubiberg/München hat unser Kamerad die Merkmale der einzelnen Hochwasserarten, Grundwissen von Wetter und Klima, die Sicherheit von Vorhersagemodellen, Arten von Deichschädigungen und Deichsicherungen und die Inhalte der EU-Hochwasserrichtlinie erlernt. Darüber hinaus wurde er ergänzend in rettungsdienstspezifischen Themeninhalten, die auf die Belange der Wasserrettung zugeschnitten sind, geschult. Die Fachberater Hochwasserschutz steht den Kreisverwaltungsbehörden sowohl zur Beratung im Einsatzfall als auch bei der Entwicklung zum Beispiel von Einsatzstrategien und Gefahrenanalysen zur Verfügung.

    Hochwasserhilfe
    Bei den Hochwasserereignissen der Jahre 2002 und 2013 kamen die Kameraden der Wasserwacht vielfältig zum Einsatz. Beim Jahrhunderthochwasser 2002 wirkten sie bei der Evakuierung der Auer Neustadt mit. In Schlauchbooten brachten sie die Anwohner in Sicherheit. Im Jahr 2013 waren unsere Kameraden als Teil des sächsischen Wasserrettungszuges in Sachsen-Anhalt im Einsatz und halfen im Landkreis Jerichower Land bei der Deichsicherung. In Pirna beteiligten wir uns an der Evakuierung und psychosozialen Unterstützung von Betroffenen.